Programm und Gliederung meiner Vorlesungen

         Was das Programm betrifft, möchte ich nur sagen, dass ich, indem ich in meinen Vorlesungen  auf einer kommunikativen, situationellen Weise hervorgehobene Themen, Redewendungen und das verwendete Lehrwerk 1  als Leitfaden benutze, versuche, die Studierenden in die Lage zu versetzen, sich in der italienischen Sprache mit genügender Kompetenz und Genauigkeit in alltäglichen Situationen des Lebens durchzuwinden. Situationen, die  nach ihrem tatsächlichen Bedarf und Wichtigkeit bei den zwischenmenschlichen Beziehungen gewählt werden. Ich betone aber an dieser Stelle, dass ich am Anfang eines jeden Semesters meine Vorlesungen immer  wieder den wirklichen Bedürfnissen meiner Studierenden anpassen muss. Dies aus dem folgenden Grund: denn eine Sache ist es  z. B. Maschinenbaustudenten (welche ein wenig Englisch gelernt haben) eine Sprache beizubringen, etwas anderes ist es, z. B. Tourismus- oder Betriebswirtschaftstudenten (welche andere Sprachen schon kennen), eine neue Sprache  beizubringen. 

        Die Sache kompliziert sich weiter (ohne zu verallgemeinern), wenn man mit einigen Hispanophonen zu tun hat, welche der Meinung sind, dass man ein paar S-Endungen nur von ihrer Sprache zu entfernen braucht, um Italienisch zu sprechen. Man kann das Thema mit manchen Asiaten weiterbehandeln, welche ab und zu  an meinen Vorlesungen teilnehmen. In diesen wenigen Fällen waren ihre Schlussergebnisse über dem Durchschnitt. Um zum Schluss zu kommen, und dabei glaube ich wieder  nicht übermäßig zu verallgemeinern, kann ich behaupten, dass unter meinen Nicht-Deutschen Studierenden einige Osteuropäer diejenigen gewesen sind, die in all diesen 28 Jahren einige der besten Bewertungen bekommen haben. Was die Bewertungen betrifft, möchte ich erwähnen, dass auch bei den Proben die erreichte Durchschnittsnote,  in vielen Fällen  positiv, in wenigen Fällen negativ, von den Bewertungen am Anfang und am Ende der Bewertungstabelle beeinflusst wurde.

Ich komme wieder zu meinem Programm zurück und möchte  beifügen, dass ich,  wie schon erwähnt, die Beschaffenheit meiner Lerngruppe (was die  Muttersprache meiner Kursteilnehmer betrifft) und das Niveau der Anfänger A1 und Fortgeschrittenen A2 berücksichtige und  gezielte Aussprache- Orthographische- und Intonationsübungen anbiete, um die Schwierigkeiten zu überwinden auf welche ein ausländischer Lerner  bei der Begegnung mit dem Italienischen stößt. Zu diesem Zweck benutze ich einige Buchstabenverbindungstabellen (Poligrammi), Audiokassetten, Videokassetten, CD-Rom,  DVD-Rom und Aussprache- und Intonationstabellen. Um die gezeigten Strukturen und Redewendungen der Sprache zu unterstützen, gebe ich den Studierenden auch verschiedene Hörverständnis- Verbindungs- Umwandlungs- und Übersetzungsübungen ( I à à I ) usw.

Das Ganze vervollständige ich mit Informationen geographischer, sozioökonomischer,  politischer Natur, und Erwähnungen über: Kultur, Traditionen und italienische Persönlichkeiten, indem ich soweit wie möglich Bezug auf aktuelle Themen nehme. Außerdem, da es seit einigen Jahren möglich ist, während der Vorlesungen im Internet zu surfen, haben sich die Kontakte mit Italien, seiner Sprache und Kultur vermehrt.

        Was die Anzahl der erteilten Semesterstunden betrifft, kann man von einem Durchschnitt von 50 (à 45 Minuten) Stunden sprechen, mit vier Stunden in der Woche. So erscheinen die Kandidaten des Anfängerkurses Italienisch A1 zur Prüfung nach mindestens 50 Stunden Unterricht. Die Prüflinge des Fortgeschrittenenkurses Italienisch A2 nach 100 Stunden. Nicht viel auch, weil keine Frequenzpflicht besteht und einige Studierende selten zu den Vorlesungen erscheinen. Meine Vorlesungen finden nachmittags statt. 

Einrichtungen und verfügbare Medien

Was die von mir während meiner Vorlesungen verwendeten Hilfsmittel betrifft, will ich erwähnen, dass ich außer meinen ausgiebigen von mir ausgearbeiteten Hilfsmitteln als Ergänzung der Lehrwerke,  seit geraumer Zeit mehrere in meiner Internet-Site und im Internet vorhandene Übungen benutze.

Am Anfang eines jeden Semesters, gleich bei meiner ersten Vorlesung, stelle ich den Studierenden das Lehrbuch oder die Lehrbücher vor, die ich während des Semesters benutzen werde, und welche sie in den darauffolgenden Tagen kaufen können. Dazu habe ich von der Bibliothek der Hochschule, außer einigen Kopien des von mir benutzten Lehrbuches, auch andere Lehrwerke: Grammatiken, Lerntafeln, Übungsbücher, Audio und Videokassetten, CD-Rom und DVD-Rom kaufen lassen, welche sich die Studenten  für eine gewisse Zeit ausleihen können. 

Außerdem habe ich in meiner Internet-Site  mehrere Links  mit Wörterbüchern, Lexika, Übersetzungsprogrammen, Übungen aller  Art mit, oder ohne Selbstkorrektur- und  Selbsteinschätzungsprogramm, von mir und von anderen Autoren, sowie mit Sprachschulen und italienischen Universitäten verknüpft.

         Bei den Lehrräumen handelt es sich um geräumige, helle  Zimmer, ausgestattet  mit allen modernsten Einrichtungen (Beamer, Computer, Mikrofone, Lautsprecher, Internetverbindung, Tafeln verschiedener Art, Tageslichtprojektor,  usw.). Außer den normalen Vorlesungsräumen  benutze ich gelegentlich mit meinen Studenten für die Ausführung von Übungen  im Internet auch  multimediale Räume, die über fünfzehn Computerplätze verfügen.

Merkmale der Studierenden

        In den Anfängerkursen erscheinen deutsche Studierende der verschiedenen Fakultäten, die zum ersten Mal mit der italienischen Sprache in Berührung kommen, vielleicht nachdem sie die deutsche Sprache als Muttersprache und die englische Sprache als Fremdsprache erlernt haben.  Es gibt auch eine kleine Anzahl ausländischer Gaststudenten (Projekt Erasmus), die außer ihrer Muttersprache die englische und die deutsche Sprache soweit beherrschen, um den Vorlesungen in Deutsch folgen zu können.

          In dem Fortgeschrittenen-Lernniveau ist  die Gruppengestaltung ähnlich, abgesehen von der Tatsache, dass die Studierenden schon einige Grundkenntnisse der italienischen Sprache haben, die sie weiter vertiefen können. Hier aber komplizieren sich die Dinge, weil sowohl ich als auch meine Kollegin häufig auf Studierende treffen, welche den Anfängerkurs bei uns nicht gemacht und welche auch das von uns benutzte Lehrwerk oft nicht verwendet haben.

         Aus diesem Grunde müssen die Kollegin und ich, abgesehen von den Grundstrukturen der Sprache (Lernniveau Italienisch A1), die Lücken füllen, vor allem lexikalischer Natur,  zum größten Teil verursacht von den bis  dahin von den Studenten verwendeten Methoden und Lehrbüchern. Selten haben wir mit Studenten  italienischer Herkunft  zu tun.

 

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1 Zur Zeit benutzen sowohl ich als auch meine Kollegin das Lehrwerk Azzurro mit CD;  beim Anfängerniveau     Italienisch A1 die ersten fünf Unità, im Fortgeschrittenenniveau, nach  Auffrischung der Materie des Niveaus A1, die Unità sechs  bis zehn. Das Ganze  von reichlichen Zusatzübungen online oder auf Papier begleitet und unterstützt.

2 Vergleiche die Note 1.